Die Textsorte »Lexikonartikel« im Übergang von der traditionell-gedruckten zur online-Form: ein Vergleich nach textlinguistischen Kriterien

Einleitende Bemerkungen

Das Wort „Enzyklopädie“1 kommt aus den griechischen Wörtern enkýklios (kreisförmig, regelmäßig, wiederkehrend, üblich) und paideía (Erziehung, Lehre, Bildung). Schon im 15. Jahrhundert bedeutete Enzyklopädie „Gesamtheit aller Wissenschaften und Künste“ und im 18. Jahrhundert, während der Zeit der Aufklärung, erzielte dieser Texttyp2 großen Erfolg dank des Werks von Diderot und D´Alambert, Encyclopédie, ou dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers. Heute, im 21. Jahrhundert, kann man Enzyklopädien sowohl in den herkömmlichen gedruckten Fassungen als auch online finden. Es gibt unterschiedlich starke Spezialisierungsgrade bei Enzyklopädien (Fandrych, Thurmair 2011: 89): Einige sind für die sogenannten Laien geschrieben, und dadurch eher populärwissenschaftlich gestaltet und einfach zugänglich, aus inhaltlicher wie auch aus sprachlicher Sicht. Andere sind für Fachleute/Spezialisten (z.B. Psychologen, Ärzte, Anwälte usw.) geschrieben und deshalb mit zahlreichen Fachwörtern (termini tecnici) durchsetzt, die den Nichtfachleuten die Rezeption erschweren können. Der Grad der Spezialisierung der einzelnen Enzyklopädie beeinflusst somit auch den Grad der Schwierigkeit der Sprache. Die Unterscheidungen liegen dabei vor allem auf der Ebene der Lexik, weniger auf derjenigen der Syntax.

Enzyklopädien als Texttyp bestehen aus einer Ansammlung von Lexikonartikeln. Lexikonartikel wiederum bilden eine bestimmte Textsorte3, die jeweils Informationen über ein bestimmtes Stichwort (lemma), bzw. eine Gruppe von Wörtern gibt.

Textsorten sind konkrete sprachliche Erscheinungen der schriftlichen Art, wie z.B. Wetterberichte, Verträge, Reiseführer, Gesetze, Lexikonartikel usw. Ein Text gehört zu einer bestimmten Textsorte, wenn er deren Textmuster folgt. Mit dem Begriff des Textmusters, eine abstrakte Repräsentation, wird die prototypische Form der Textsorte bezeichnet. Textmuster sind eine kognitive Vorstellung im Wissen einer Sprachgemeinschaft und können «im Sinne der Psychologie Handlungsanleitungen, die sowohl prototypisches Wissen über die jeweilige Gruppe von Texten als auch Handlungsfreiräume» beinhalten (Fix 2001: 499). Das Textmuster ist ein wichtiger Begriff für die menschliche Kommunikation; die Personen einer Sprachgemeinschaft teilen dieselben Muster der Texte. Ihr Vorhandensein im Welt- und Textwissen hilft den Produzenten und Rezipienten, miteinander zu kommunizieren.  Alle realen Textexemplare einer bestimmten Textsorte teilen daher charakteristische Gemeinsamkeiten, die mit verschiedenen Aspekten zu tun haben: z.B. mit der Textgestalt, den Struktur- und Formulierungsbesonderheiten, inhaltlich-thematischen Aspekten, auch mit den situativen Bedingungen und den kommunikativen Funktionen, bzw. textuellen Grundfunktionen (Hepp, Malloggi 2020: 49).

Spätestens mit dem Beginn des kommunikativ-pragmatischen Ansatzes in der Textlinguistik, der den Text nicht mehr nur als Satzfolge sieht, sondern ihn als Ganzheit mit bestimmten kommunikativen Funktionen betrachtet (Adamzik 2004: 1) wird die Textfunktion in den Vordergrund gestellt. Der Linguist Klaus Brinker (20148: 106-121) unterscheidet die folgenden fünf textuellen Grundfunktionen und stellt diese mit dem jeweils für sie charakteristischen Textsorten (TS) zusammen: Informationsfunktion (TS Nachrichten, Sachbücher, Berichte, Lexikonartikel usw.), Appellfunktion (TS vor allem in den Textsorten Werbeanzeige, Gebrauchsanweisung, Rezept, Gesetzestexte usw.), Obligationsfunktion (typisch z.B. für Verträge), Kontaktfunktion (z.B. für Liebesbriefe, Gratulationsbriefe usw.) und Deklarationsfunktion (z.B. für Schuldsprüche und Testamente). Obwohl ein Text verschiedene Textfunktionen enthalten kann, hat normalerweise jede Textsorte auch eine dominierende Funktion: ein Wetterbericht informiert in erster Linie die Leser/Hörer über das Wetter, das Kochrezept weist sie an, wie man eine Speise nachkocht. Eine Enzyklopädie, genauer ein Eintrag oder Lemma darin, unser Hauptthema, wird immer die Leser über zahlreiche Personen, Gegenstände und Abstrakta informieren. Die typische Funktion der Lexikonartikel ist also die Informationsfunktion: der Inhalt der Einträge wird sowohl in der online-, als auch in der gedruckten Fassung einen sehr hohen Informationsgehalt aufweisen.

Im vorliegenden Beitrag wird das Augenmerk auf ausgewählte Lexikonartikel in Enzyklopädien für Nichtfachleute gerichtet. Dabei wird ein Vergleich zwischen den beiden enzyklopädischen Erscheinungsformen, online und gedruckt, angestellt. Gibt es online neue Möglichkeiten, die man in den gedruckten Fassungen noch nicht umsetzen konnte? Um dieser Frage näher nachzugehen, werden zwei Enzyklopädien für Nichtfachleute in Betracht gezogen: eine erscheint in gedruckter Form, und zwar die Brockhaus Enzyklopädie in zwanzig Bänden, und die andere, Wikipedia, online4.

Vergleich zwischen den beiden enzyklopädischen Erscheinungsformen

Die gesamte Zusammenstellung einer Enzyklopädie, wie sie heute noch besteht und vor der allgemeinen Nutzung des Internets in jedem Haushalt vorhanden war, besteht aus einem oder mehreren (sichtbar wuchtigen) Bänden mit hunderten oder gar tausenden von Seiten, die zahlreiche Lexikonartikel enthalten, normalerweise gut sichtbar auf Regalen ausgestellt und, nicht zu vergessen, auch sehr teuer im Erwerb sind. Die innere Struktur ist allgemein bekannt: ein Inhaltsverzeichnis am Anfang und viele fettgedruckte Lemmata, um die der jeweilige Lexikonartikel kreist, in alphabetischer Reihenfolge. Das darin enthaltene Wissen für Nichtfachleute betrifft vielfältige Bereiche5, z.B. Geschichte, Musik, berühmte Persönlichkeiten, usw.

Mit dem massenhaften Einsatz von Internet änderte sich die Situation. Im Jahr 2001 gründete Jimmy Wales Wikipedia, die heute weltweit verbreitete online Enzyklopädie. Jimmy Wales wollte «die Information unabhängig von kommerziellen Verlagen machen» (Eroms 2010: 301). Man kann einige Eigenschaften Wikipedias schon im Namen der Enzyklopädie selbst finden: „Wiki“ kommt aus „wikiwiki“, Hawaiianisch für „schnell“, und bedeutet hier „elektronisch bereit gestellte Texte“, und der zweite Teil des Namens kommt aus dem griech. enkýklios (ἐγκύκλιος) „kreisförmig, regelmäßig wiederkehrend, üblich“ und paidé͞ia (παιδεία) „Erziehung, Lehre, Bildung“6. Dank dem Web konnte die ganze Welt plötzlich und allgemein Anspruch auf freies Wissen erheben, und Wikipedia bildete einen Teil davon.

Die erste neue Eigenart von Wikipedia war und ist also die Möglichkeit, diese Enzyklopädie umsonst zu benutzen7. Aus dem Gesichtspunkt der Zugänglichkeit findet man einen weiteren interessanten Aspekt: man kann diese online-Enzyklopädie jederzeit mit Hilfe eines Smartphones, Tablets oder Computers konsultieren. Im Wesentlichen ist eine Internetverbindung alles, was man braucht. Eine logische Folge der Verbindung mit dem unendlichen Raum des World Wide Web ist wiederum die potenziell uneingeschränkte Anzahl der Lemmata dieser Enzyklopädie. Was die Autorschaft der einzelnen Lexikonartikel betrifft, bietet Wikipedia den Nutzern die Möglichkeit an, diese direkt zu schreiben: jedermann kann sich jederzeit entscheiden, ein „Wikipedianer8“ zu werden9. Wikipedia hat dafür Verlinkungen wie „Mitmachen“ oder „bearbeiten“ eingebaut. Sie gehören zu der großen Gruppe der Links, die von grundlegender Bedeutung in online-Texten dieser Art sind. Wikipedia ersetzte von Anfang an die traditionellen Verweispfeile der gedruckten Enzyklopädie (Fandrych, Thurmair 2011: 93) durch Links, die auf weitere Lemmata-Seiten innerhalb Wikipedia selbst führen. Daraus ergibt sich eine intensive und systematische Verlinkung zwischen den unzähligen Seiten der online-Enzyklopädie. Diese Links kann man schon auf den ersten Blick erkennen, denn sie sind durch die Farbe Blau markiert und werden farblich erhellt, wenn man mit dem Pfeilzeiger darauf klickt. Sie geben den Nutzern die Möglichkeit, sofort eine neue Seite zu erreichen, ein paar Zeilen oder Absätze zu überlesen, die Seite zu schließen und wieder auf sie zurückzugehen. Diese Schnelligkeit war und ist bei gedruckten Enzyklopädien wie dem Brockhaus undenkbar: die Pfeile darin zeigen den Lesern die mit dem Lemma verbundenen Wörter und Begriffe, aber um diese neuen Lemmata aufzufinden, muss man den entsprechenden Band und die richtige Seite suchen, braucht also viel mehr Zeit. Ein paar Beispiele können diese Vorgehensweise besser erklären.  Als erstes Vergleichs-Lemma wird der Eintrag „Orientalistik10“ genommen, aus dem Brockhaus und aus Wikipedia, mit Augenmerk auf die Verweiszeichen, bzw. Verweismarkierungen:

Orientalistik, die Wissenschaft von den oriental. Sprachen und Kulturen. Unter diesem Begriff, der sich allgemein erst zu Beginn des 20. Jahrh. im dt. Sprachgebiet einbürgerte (statt >Kunde vom Morgenlande< u. ä.), werden heute folgende Einzeldisziplinen zusammengefasst: -Ägyptologie, Altorientalistik (Assyriologie, Babylonische Kultur, Hethitologie); Semitistik (mit Hebraistik und Verwandtem), Arabistik (Semitistik), Islamkunde; Iranistik, Indologie und Tibetologie (Indogermanistik, Buddhismus,  Hinduismus), Turkologie, Mongolistik und uralaltaische Sprachen, Sinologie, Japanologie,  Südostasien-Wissenschaft (einschließlich Austronesien), Afrikanistik; außerdem kleinere Gebiete.

Abb. 1. Lemma „Orientalistik“ aus der Brockhaus Enzyklopädie

Dasselbe Lemma, diesmal aus Wikipedia11, zeigt die Verweise in Form von Links:

Orientalistik

Die Orientalistik (auch Orientwissenschaft(en)) ist eine wissenschaftliche Disziplin, die sich mit dem Studium der Sprachen sowie der geistigen und materiellen Kultur des Orients in seiner ursprünglichen, das gesamte Asien und angrenzende Gebiete umfassenden, Bedeutung beschäftigt.

Inhaltsverzeichnis

·  1 Geschichte

·  2 Siehe auch

·  3 Literatur

·  4 Weblinks

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als akademische Disziplin wurde die Orientalistik 1795 mit der Errichtung der École spéciale des langues orientales in Paris begründet. Hier lehrte Silvestre de Sacy (1758–1838), der die Entwicklung der Orientalistik maßgeblich beeinflusste. 1845 wurde in Deutschland die Deutsche Morgenländische Gesellschaft gegründet, die sich bis heute dem Studium AsiensAfrikas und Ozeaniens widmet. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden neben der textkritischen Forschung zunehmend eurozentrische Konzepte wie die “Rätselhaftigkeit des Orients” (z. B. durch Übersetzungen von Antoine Gallands Übersetzung von 1001 Nacht) oder die “Rückständigkeit des Islams” aus dem europäischen Kolonialismus übernommen, siehe dazu auch Orientalismus.

Das Institut für Orientalistik in Wien besteht seit dem Jahr 1886. Zurzeit werden an diesem Institut ein grundständiger und vier weiterführende Studienrichtungen angeboten. Diese sind Orientalistik (Bachelor of Arts), Altorientalische Philologie und Orientalische Archäologie (MA), Arabistik (MA), Islamwissenschaft (MA) sowie Turkologie / Osmanistik (MA). Alle drei Studienrichtungen gehören innerhalb der Geistes- und Kulturwissenschaften zu den Fächern der Philologie und Kulturhistorik.

Disziplinen der Orientalistik, die teilweise über sie hinausreichen, sind beispielsweise die Assyriologie, die Iranistik, die Turkologie, die Osmanistik, die Semitistik und die Arabistik, aber auch die Islamwissenschaft. Im weiteren Sinne werden auch die Ägyptologie, die Koptologie sowie die Afrikanistik dazu gerechnet.

Ein japanisches Gegenstück hatte die Orientalistik mit Rangaku.

Siehe auch: Deutsche Orientalistik in der Zeit des Nationalsozialismus

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

·  Altorientalistik

·  Der Neue Orient, Fachzeitschrift

·  Orientalist

·  JapanologieSinologie

 

Abb. 2. Lemma „Orientalistik“ aus Wikipedia

Diese zwei Beispiele zeigen, dass die Verweissymbole sich verändert haben: Die Pfeile der traditionellen Enzyklopädien wurden durch die Links in den Online-Enzyklopädien ersetzt. Diese Links sind direkte Verbindungen in die entsprechenden Textstellen. Sie bieten, im Vergleich zu den Pfeilen, aber auch weitere, neue Möglichkeiten; und zwar als interaktive Verweise, die nicht nur auf ein einzelnes Wort oder Lemma führen, sondern den Zugang zu einer viel größeren Fülle an Informationen ermöglichen. Gleichzeitig lassen sie eine hohe Beschleunigung der Recherche zu und geben den Lesern konkret die Möglichkeit, schneller zu surfen und dabei mehr Information zu erhalten. Jede Probe, sich über Links durch Wikipedia zu bewegen, lässt rasch erkennen, dass die Links die Leser nicht über Wikipedia hinausführen, sondern sie stets in derselben Enzyklopädie belassen. Es ist wie ein Kreis, den man aber auch bei den Pfeilen von Brockhaus usw., also in beiden Erscheinungsformen der Enzyklopädie, finden kann12.

Der Zugang zu einer größeren Fülle von Informationen bei schnellerem Recherchetempo ist die wichtigste neue Eigenschaft der Online-Enzyklopädien. Zu dieser gesellt sich noch eine weitere Besonderheit, die aber mit dem Inhalt zu tun hat: im Wesentlichen kann der Inhalt der Lemmata bei Wikipedia-Texten ständig aktualisiert werden. Dadurch wird berücksichtigt, dass die enthaltenen Informationen laufend veränderbar sind. Als dritte Besonderheit kommt hinzu, dass die Zahl der Einträge nicht begrenzt ist. Nach Fandrych/Thurmair (2011: 106) ist «Wikipedia eine kooperativ und nicht unbedingt von Fachleuten […] permanent aktualisierte Form eines Online-Lexikons». Man kann natürlich auch die Einträge einer gedruckten Enzyklopädie aktualisieren, aber das braucht viel mehr Zeit und neuen Auflagen.

Gerade diese Offenheit und kooperative Form der Autorschaft von Wikipedia stellt in Wahrheit aber auch das größte Problem dieser Online-Enzyklopädie dar. Auf diese Problematik wird im abschließenden Abschnitt 6 eingegangen. Zuvor sollen weitere Charakteristiken der beiden Enzyklopädie-Formen im Vergleich dargestellt werden.

Zu den wichtigsten strukturellen Elementen bei Wikipedia im Vergleich zum Brockhaus

Die Struktur eines Lexikon-Eintrags in der gedruckten Enzyklopädie ist am obigen Beispiel „Orientalistik“ auf den ersten Blick ersichtlich: stark normiert, ohne Unterteilung in weitere Teiltexte, in manchen Fällen kommt zum Text selber ein Bild mit Bildtext hinzu. Die Struktur des selben Beispiels in Wikipedia zeigt sich auf den ersten Blick als viel komplexer: das Stichwort am Anfang der Seite wird, wie in der gedruckten Variante, typographisch durch Fettdruck hervorgehoben, dabei aber in viel größerer Schrift gesetzt. Vor der eigentlichen Beschreibung des Stichworts steht ein Inhaltsverzeichnis mit Links, das die Struktur der Seite wiedergibt. Ein weiteres Kästchen enthält die wichtigsten Informationen des Lemmas und meist auch einige Bilder. Danach folgen weiteren Paragrafen mit kurzen Titeln, die auch vorab im Inhaltsverzeichnis aufgelistet sind. Am Ende der Seite findet man die Quellen, die der Absicherung des Informationsgehalts dienen sollen (s. dazu auch Abschnitt 6. zum Thema Problematiken bei Wikipedia). Eine wichtige Neuigkeit, die Wikipedia anbietet, ist die Möglichkeit, über sogenannte Reiter, d.h. Orientierungslinks, nicht nur die einzelnen Teiltexte anzuklicken, sondern auch die Sprache der Seite auszuwählen.

In direkter Verbindung mit der Textstruktur: die zugrundeliegende Textdefinition

Für die Textlinguistik stehen zahlreiche Textdefinitionen parallel zur Verfügung, ohne dass bisher eine bestimmte davon ausschließliche Gültigkeit erlangt hätte. Die deutschsprachige Textlinguistik sieht weiterhin die Textdefinition des Sprachforschers Klaus Brinker als grundlegend an (Hepp, Malloggi 2020: 19). Nach diesem Linguisten bezeichnet der Terminus Text «eine von einem Emittenten hervorgebrachte begrenzte Folge von sprachlichen Zeichen, die in sich kohärent ist und die als Ganzes eine erkennbare kommunikative Funktion signalisiert» (Brinker 2014: 17)13. Die online-Wiedergabe von Texten und insbesondere die Verlinkungsmöglichkeiten darin verursachen aber Fragen in Bezug auf diese Definition. Kann eine Wikipedia-Seite als „begrenzte Folge von sprachlichen Zeichen“ angesehen werden? Oder sind die Lemmata bei Wikipedia durch die Verlinkung ganz anders zu beschreiben als ihre gedruckten Pendants? Zu den Links kommen weitere Besonderheiten hinzu: Tonmaterialien und Bildmaterialien, die nicht nur in viel höherer Anzahl vorliegen, sondern sich auch bewegen, d.h. Videos. Ein typisches Beispiel für den Einbezug des Tons ist die Angabe für die Aussprache des Stichworts durch ein Mikrophon-Logo. Auch manche der gedruckten Enzyklopädie-Formen bieten Audio- und Video-Realisierungen, müssen dafür aber eine CD mitliefern oder Links zu einer zusätzlichen Website angeben. Ein Beispiel dafür bildet bis heute etwa Der große Brockhaus in einem Band14. Bilder waren schon bei gedruckten Auflagen ein wichtiger Teil des Textes: «Im Bereich der schriftlichen Texte, sowohl in Printmedien als auch in elektronischen Medien, hat nach Ansicht der einschlägigen Forschung der Anteil der Bilder in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen» (Hepp 2012: 110). Die Benutzung beider Sprachsysteme, Sprache und Bild, ist an sich kein neues Phänomen: man kann hier z.B. an Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci denken. Sprache und Bilder waren in seinen Forschungen immer nah beieinander. Was in unserem Zeitalter augenfällig ist, ist die Häufigkeit dieses Phänomens: die Anzahl der Bilder erhöht ich seit Jahren zunehmend, in den Druckmedien, vor allem aber online und in Verbindung mit den neuen technischen Möglichkeiten. Die Wichtigkeit des Verhältnisses der beiden Zeichensysteme (Text und Bild) ist das Ergebnis der Feststellung, dass die Leistung eines einzigen Kodes für Texte anscheinend zu schwach ist. Die Kooperation beider Systeme gewährleistet eine holistische Information (vgl. Stöckl 2010). Insgesamt gilt, dass Bilder merkmalreiche Objekte vor Augen führen und Sprache konkrete Aspekte der Seherfahrung benennt. Schon mit diesem erhöhten Verhältnis von Text und Bilder zugunsten der letzteren könnte man die Text-Definition von Brinker überdenken und folgendermaßen erweitern: «Der Terminus „Text“ bezeichnet eine begrenzte Folge von Sprachlichen und bildhaftenZeichen, die in sich kohärent ist und als Ganzes eine erkennbare kommunikative Funktion signalisiert» (Brinker 2010: 17; Hepp 2012).

Auf jedem Fall erscheinen online-Texte als weniger begrenzt als gedruckte Texte. Gleichzeitig kann man sich entscheiden die Wikipedia-Seite genau wie eine gedruckte Seite zu lesen, und zwar ohne die Möglichkeit wahrzunehmen, Links zu aktivieren oder Videos und Töne abzurufen. In diesem Fall ist die online-Seite genau wie eine gedruckte Seite. Kann man die Definition von Brinker noch heute als gültig betrachten? Der komplexe Begriff „Text“ ändert sich tatsächlich mit dem Wandel der Kultur, der Gesellschaft und der technischen Erneuerung. Schon auf den ersten Blick lässt sich erkennen, dass Texte bei Wikipedia eine besondere Art von Texten sind, die in sich begrenzt sind, aber nicht so begrenzt wie gedruckte Texte. Ursache dieser Unterschiedlichkeit sind alle die neuen (oben erwähnten) Eigenschaften, vor allem die starke Verlinkung mit weiteren Texten. An dieser Stelle kann man feststellen, dass die Definition von Brinker sicherlich einen guten Ausgangspunkt der Überlegungen zu neuen konzeptuellen Auffassungen von Textualität bildet.

Weitere Ebene für den Vergleich: Kohäsion und Syntax. Gemeinsamkeiten

Kohäsion gehört zu den sieben Textualitätskriterien, die die Sprachwissenschaftler De Beaugrande und Dressler 1981 zusammengestellt haben. Unter diesen sieben Kriterien (Kohäsion, Kohärenz, Intentionalität, Akzeptabilität, Informativität, Situationalität, Intertextualität) sind für die Textlinguistik die Kriterien Kohäsion und Kohärenz am wichtigsten. Die beiden Begriffe sind eng miteinander verbunden, da Kohäsion die Oberflächenstruktur betrifft und Kohärenz mir der Tiefenstruktur des Textes zu tun hat. Für Brinker gibt es keinen essenziellen Unterschied. Er bezeichnet die Oberflächenstruktur der Texte nicht als Kohäsion, sondern als „grammatische Kohärenz“. Unter dem Aspekt des Zusammenhangs mit der Kohärenz als dem (sinnenthaltenden) Textganzen werden die wichtigsten Mittel der Kohäsion im Folgenden zusammengefasst. Die Kohäsion kann syntaktisch, lexikalisch-semantisch und auch phonologisch realisiert werden. Bei der Analyse von Lemmata sind die syntaktische und lexikalisch-semantische Kohäsion am wichtigsten, während die phonologische bei solchen Texten nicht sehr häufig eingesetzt wird. Bei der syntaktischen Kohäsion stehen vor allem die Möglichkeiten der Pronominalisierung im Fokus. Vor allem durch Pronomina (ich, du, sie), allgemeine Proformen (damals, danach) und Konnektoren (und, wenn, womit…) werden satzübergreifende Zusammenhänge geschaffen. Die lexikalisch-semantische Kohäsion kann auf sehr vielfältige Weise realisiert werden. Hier sollen nur die wichtigsten davon aufgelistet werden. Diese Kohäsionsebene wird vor allem durch einfache Wiederholung mit gleicher Referenz, durch Synonyme, Hyponyme, Hyperonyme und durch partielle Wiederholungen, die durch Wortbildungsverfahren realisiert werden, zum Ausdruck gebracht. Das in der deutschen Sprache besonders gut ausgebaute Wortbildungsverfahren Komposition bietet auch die Möglichkeit, partielle Wiederaufnahmen zu realisieren (ein Bsp. aus dem obigen Lemma:  Sprachenà Sprachgebiet).

Bei deskriptiven Texten wie dem Lexikonartikel erwartet man eine niedrige Anzahl von Proformen, die zwar ein bedeutendes Kohäsionsmittel, aber nie so präzise wie Vollformen sind. Bei informativen, deskriptiven Textsorten steht Genauigkeit an erste Stelle.  Um das stilistische Problem der Wiederholung zu lösen, werden die Vollformen deswegen weniger durch Proformen, dafür häufiger durch partielle Wiederaufnahmen und Synonyme ersetzt. Auf diese Weise bleiben die Begriffe eindeutig und die Stilanforderungen werden erfüllt.

Auf der syntaktischen Ebene findet man bei deskriptiven Texten überwiegend einfache Sätze, d.h. vor allem Hauptsätze und Aussagesätze. Lexikonartikel für Nichtfachleute sollten schnell und einfach rezipierbar sein, ohne komplexe Nebensätze, die den Text schwer lesbar machen. Auch die Satzlänge ist entsprechend im Durchschnitt wenig umfangreich.

Ein weiterer syntaktischer Aspekt sind die Nominalklammern: sie bestehen aus einem klammeröffnenden Element (einem Artikelwort oder auch einem Nullartikel) und aus einem Kopfsubstantiv. Dazwischen, im Mittelfeld, können Attribute, normalerweise Adjektive und adjektivisch verwendete Partizipien, vorkommen. Das Mittelfeld zwischen dem Artikelwort und dem Kopf kann mehr oder weniger komplex sein: es hängt davon ab, wie viele Elemente es enthält (Fandrych, Thurmair: 2018). Komplexe Nominalklammern erschweren das Lesen: Aus diesem Grund findet man normalerweise bei deskriptiven Texten Nominalklammern, die nicht zu kompliziert sind, bzw. aus wenigen Elementen bestehen. Komplexe Nominalklammern sind nicht völlig abwesend, aber sie kommen selten vor.

Wikipedia: Kritische Gesichtspunkte

In den vorgehenden Abschnitten wurden ausgewählte mediale und sprachliche Eigenschaften von Wikipedia vorgestellt. Nun soll ein abschließender Blick auf diese immer noch neue Art von Enzyklopädie geworfen werden. Die Wikipedia-Enzyklopädie hat wegen ihrer Besonderheiten immer wieder heftige Kritik verursacht. Es lohnt sich, den unterschiedlichen Wikipedia-Kritiken Beachtung zu schenken. Die wesentliche Frage bei der Konsultation der Wikipedia-Lexikonartikel lautet: Kann man den darin enthaltenen Inhalten vertrauen? Um diese Frage beantworten zu können, muss man eine Blick auf die „Grundprinzipien15“ von Wikipedia werfen. Die drei wichtigsten lauten (zusammengefasst): 1) Wikipedia ist eine Enzyklopädie, die man nicht als Primärquelle, sondern als Sekundär- oder Tertiärquelle definieren kann, 2) sie ist neutral, d.h. die Lexikonartikel wollen nicht nur eine Meinung darstellen, sondern die verschiedenen Standpunkte zum Thema mit entsprechender Unterstützung von Quellen wiedergeben, 3) sie ist frei, d.h. jedermann kann sich entscheiden, Lexikonartikel zu schreiben und zu bearbeiten. Vor allem Punkt 3), die freie Autorschaft, führt zu dem größten Unterschied, den wir im Vergleich zu anderen Enzyklopädien finden können. Hinzu kommt, dass Wikipedia keine zentrale Redaktion16 hat, d.h., dass das Schreiben und die Kontrolle der Inhalte der Gemeinschaft der Wikipedia-Benutzer anvertraut wird17. Wenn man, sowohl als Lesender wie auch als Autor oder Autorin, Probleme oder Unsicherheiten vorfindet, kann man sie eigenständig durch das Bearbeiten der Seiten lösen, oder sich bei der Wikipedia-Gemeinschaft melden, um auf das Problem hinzuweisen. Die Nutzer können sich in den Redaktionen, die nur aus den Autorinnen und Autoren selber bestehen, treffen oder „WikiProjekte18“ realisieren, und zwar Initiativen zur Verfassung oder Verbesserung von Lexikonartikeln ergreifen. Neben den „Redaktionen“ spielen die „WikiProjekte“ eine zentrale Rolle in Bezug auf den Inhalt und die Quellensammlung. Zum Quellen-Thema ist auch anzumerken, dass es eine „Belegpflicht19“ für die Textverfassenden gibt. Im Wesentlichen sollten Belege den Nutzern die Möglichkeit zusichern, den Inhalt einer Seite nachzuprüfen. Ein Lexikonartikel bei Wikipedia sollte also von zuverlässigen Quellen unterstützt werden.

Diese Unterschiede zu den herkömmlichen Enzyklopädien haben manchmal zu Diskussionen und Debatten geführt, darunter vor allem um die Zuverlässigkeit der Inhalt besorgen Wissenschaftlern und Pädagogen. Viele sind diejenigen, die z.B. den Schülern von Wikipedia abgeraten haben (s. Britannica, The Editors of Encyclopaedia. «Wikipedia». Encyclopedia Britannica, https://www.britannica.com/topic/Wikipedia). Im Bereich der Universität konsultieren Studierende durchaus Wikipedia, aber die meisten Professoren sind dagegen. Der Gründer von Wikipedia selbst hat vor der Anwendung von Wikipedia für akademische Zwecke gewarnt. Nach einem Artikel aus der Website der britischen Tageszeitung «The Guardian»: «[…] Academics discredit the website for several reasons: articles can be written by anyone, not necessarily a world expert; editing and regulation are imperfect and a reliance on Wikipedia can discourage students from engaging with genuine academic writing. Vandalism is also common[…]» (Coomer 2013).

Wikipedia ist also nicht nur eine online-Enzyklopädie, sondern eine bestimmte, neue Art von Enzyklopädie. Das führt zu der Konsequenz, dass man deren Eigenschaften gut kennen sollte, damit man weiß, wie man sie am besten konsultiert. Schließlich können Wikipedia und herkömmliche (online und gedruckte) Enzyklopädien nicht völlig gleichgestellt werden, wegen der verschiedenen Grundprinzipien, auf denen sie beruhen.

Tatsache ist, dass man nicht mehr an der Wikipedia-Realität vorbeigehen kann, weil Wikipedia heute zu den meist konsultierten online-Seiten gehört. Nach Alexa Internet20 ist Wikipedia auf dem 13. Platz der am häufigsten aufgerufenen Webseiten. Unter diesen ersten dreizehn Seiten, die vor allem aus Suchmaschinen und E-Commerce bestehen, ist Wikipedia die einzige Enzyklopädie – und damit die meistkonsultierte online Enzyklopädie weltweit.

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Note

  1. Enzyklopädie, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache.
  2. Nach Heinemann/Viehweger (1991: 144) gilt: «Textsorte und Textklasse werden auf empirisch vorfindliche Klassifizierungen von Texten und Gesprächen bezogen, wie sie von einer bestimmten menschlichen Gemeinschaft vorgenommen wurden. Textsorten bzw. Textklassen stellen ein Potential, ein bestimmtes Reservoir an Kenntnissen dar, auf die die Mitglieder einer menschlichen Gemeinschaft in ihrer sprachlichen Tätigkeit zurückgreifen. Texttyp hingegen wird als eine theoriebezogene Kategorie zur wissenschaftlichen Klassifikation von Texten verstanden, die auf eine Escheinungsform von Texten bezogen wird, die im Rahmen einer Text-bzw. Gesprächstypologie beschrieben und definiert ist».
  3. Nach Brinker (20107: 120) gilt: «Textsorten ([…] auch Textklassen oder Texttypen) sollen zunächst ganz allgemein als komplexe Muster sprachlicher Kommunikation verstanden werden, die innerhalb der Sprachgemeinschaft im Laufe der historisch-gesellschaftlichen Entwicklung aufgrund kommunikativer Bedürfnisse entstanden sind. Der konkrete Text erscheint immer als Exemplar einer bestimmten Textsorte. […] Sowohl unsere Textproduktion als auch unsere Textrezeption erfolgt im Rahmen von Textsorten».
  4. Die Brockhaus Enzyklopädie ist eine gedruckte Enzyklopädie und existiert seit 1808, dem Jahr, in dem die erste Auflage erschien. Dieses Lexikon erscheint bis heute in Wiesbaden und wird weiterhin auf Deutsch geschrieben. Wikipedia wurde von Jimmy Wales 2001 gegründet und ist eine freie online Enzyklopädie, die in etwa 200 Sprachen verfügbar ist.
  5. S. Brockhaus in zwanzig Bänden für einen Vergleich.
  6. Enzyklopädie, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache.
  7. Man kann Spenden geben, aber das ist auf keinen Fall obligatorisch.
  8. Wikipedianer nennen sich die aktiven Mitarbeiter am Wikipedia-Projekt.
  9. Vgl. Wikipedia,  <https://it.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikipediani>.
  10. Vgl. Brockhaus Enzyklopädie in zwanzig Bänden. Siebzehnte völlig neuarbeitete Auflage des grossen Brockhaus, dreizehnter Band MOT-OSS, F.A. Brockhaus Wiesbaden (1971: S. 806).
  11. Vgl. URL: <https://de.wikipedia.org/wiki/Orientalistik>.
  12. Die einzige Ausnahme, die die Leser aus Wikipedia hinausführen, sind Links, die zu Quellen führen. Manchmal geben sie den Nutzern die Möglichkeit, Dokumente herunterzuladen oder sie online zu lesen. Nimmt man z.B. das Lemma Die Verwandlung von Franz Kafka, so findet man am Ende der Seite die Möglichkeit, das ganze Buch online zu lesen oder andere damit verbundene Dokumente als PDF herunterzuladen.
  13. Hier wurde die 8. Ausgabe des Standardwerkes von Brinker zitiert, die von seinen Nachfolgern H.Cölfen und S.Pappert neu bearbeitet und erweitert wurde. Der Einfachheit halber wird diese Ausgabe mit «Brinker 2014» angegeben.
  14. Vgl. Der große Brockhaus in einem Band (mit CD-ROM), 4. Auflage, Wissen Media Verlag (2009).
  15. Vgl. Wikipedia, <https://it.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Cinque_pilastri>, und Wikipedia, <https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Grundprinzipien>.
  16. «Plattformen zu einem bestimmten Themengebiet für Fragen, Anregungen und Diskussionen werden wikipediaintern manchmal Redaktionen genannt. […] da es in Wikipedia keine verantwortlichen Redakteure gibt, ist die Bezeichnung Redaktion eigentlich unzutreffend. In diesen Redaktionen treffen sich Benutzer, die ansonsten über ihre persönlichen Benutzerseiten, die Diskussionsseiten, diverse Projektseiten und interne Foren miteinander kommunizieren» (Wikipedia).
  17. Die Wikipedia-Rechtlinien bieten Regeln für das Verhalten der Benutzer und den freiwilligen Charakter des Projekts an.
  18. Vgl. Wikipedia, <https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekte>.
  19. Vgl. Wikipedia, <https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Belege>.
  20. Alexa Internet ist ein amerikanischer Web -Verkehrsanalyse Onlinedienst, wo man die gesammelten Daten über die Seitenabrufe von Websites finden kann, s. https://www.alexa.com/topsites.
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